logotype

QPath4MS

Pfadgestütztes Qualitätsmanagement in der Versorgung von Patient*innen mit Multipler Sklerose (QPATH4MS)

Hintergrund

Das Rollenverständnis der Patient*innen, die Therapien und ärztliche Entscheidungen ungefragt annehmen, gehört zunehmend der Vergangenheit an. Patient*innen sind sich immer öfter der Vorteile bewusst, die eine aktive Rolle im eigenen Behandlungsprozess mit sich bringt.

Mit dem Projekt QPATH4MS soll ein mehrdimensionales Qualitätsmanagementkonzept in die MS-Versorgung integriert werden, welches nicht nur die Perspektive der Ärzt*innen, sondern auch die der Patient*innen einbezieht und dabei auf digitale Lösungen setzt. So soll die medizinische Versorgung von Multiple Sklerose Patient*innen qualitativ verbessert und zukunftssicher gestaltet werden. Der Knotenpunkt für QPATH4MS ist das Multiple Sklerose Zentrum an der Klinik für Neurologie des Dresdner Uniklinikums mit monatlich rund 1.000 Patient*innen.

Ziele

Ziel des Projektes ist es, Patientenpfade einrichtungsübergreifend elektronisch ablegen und koordinieren und diese anhand ausgewählter Qualitätsindikatoren bewerten zu können sowie die PatientInnen in deren Krankheitsprozess aktiv zu integrieren.

Das Wissen über die eigene Erkrankung und damit über die optimalen Behandlungs- und Versorgungsprozesse soll für Patient*innen und deren Angehörige verständlich zugänglich gemacht werden. Dadurch können Patient*innen und Angehörige Leistungen des Gesundheitswesens noch zielgerichteter in Anspruch nehmen, deren Qualität für ihre individuelle Erkrankungssituation besser einschätzen und die Leistungen somit auch selbst managen. Gleichzeitig sollen sich ambulante und stationäre Versorgungsangebote zielgerichtet und effizient steuern lassen. So sollen beispielsweise unnötige stationäre Aufenthalte sowie Mehrfachbehandlungen und -untersuchungen vermieden werden.

Aufbauend auf bereits erfolgreich integrierten digitalen Instrumenten soll der Behandlungsverlauf einrichtungsübergreifend elektronisch abgelegt, strukturiert und sowohl für die Ärzt*innen als auch für die Patient*innen visualisiert werden. Diese Behandlungspfade werden mit Qualitätsindikatoren aus Medizin, Gesundheitsökonomie und Technologie versehen, die jederzeit durch Ärzt*innen und Patient*innen kontrolliert werden können und kontinuierlich anpassbar bleiben. Insgesamt wird so das Gesundheitswesen entlastet, Kosten werden eingespart und hochwertige Therapien ermöglicht, die dank des Einsatzes von Telemedizin auch unabhängig vom Wohnort angeboten werden können.

Ansprechpartnerin: Dr. Lena Otto

Weitere Informationen:

https://www.carusconsilium.de/de/projekte/telemedizin/qpath4ms

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/116426/Neues-digitales-Qualitaetsmanagement-fuer-Multiple-Sklerose-Patienten-wird-in-Sachsen-erprobt