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PANOS

Parkinson Netzwerk Ostsachsen

Hintergrund

In Sachsen leben zurzeit etwa 32.000 Menschen mit Parkinson. Da es sich hierbei um eine altersbezogene chronische Erkrankung handelt, wird sich diese Zahl voraussichtlich aufgrund des demographischen Wandels bis 2030 verdoppeln. Die Region stößt hierbei auf eine große Herausforderung, da es schon jetzt einen bemerkbaren Mangel an FachspezialistInnen gibt, besonders außerhalb der Ballungsgebiete. In einzelnen Landkreisen haben 40% der Betroffenen dadurch keinen Zugang zu spezialisierter neurologischer Betreuung.

Das „ParkinsonNetzwerk Ostsachsen“ – kurz PANOS – soll in dem Zuge für mehr Versorgungsgerechtigkeit in der Region sorgen. Es soll eine sektorenübergreifende Versorgungsstruktur für Parkinsonerkrankte geschaffen werden, durch die Betroffene unabhängig vom Wohnort Zugang zu Diagnostik und Therapie bekommen können.

Bei PANOS arbeiten ÄrztInnen, Kliniken mit spezieller Parkinsonexpertise, Forschungseinrichtungen und Organisationen, wie die Deutsche Parkinsonvereinigung, die Sächsische Landesärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen zusammen, um die Versorgung von ParkinsonpatientInnen in der Region zu verbessern.

Ziele

Ziel von PANOS ist es, Versorgungsdefizite von Parkinsonpatienten im ländlichen Raum zu beseitigen und die Versorgung über bestehende Sektorengrenzen hinweg neu zu strukturieren. Hierzu soll ein digital unterstütztes intersektorales und pfadbasiertes Versorgungskonzept mit Fokus auf die Krankheitsspätphase implementiert werden. Zudem soll ein infrastrukturelles und personelles Rückgrat die Versorgung unterstützen. Dieses besteht aus:

  1. Sektorenübergreifendem Fallmanagement
  2. Aktivem Netzwerkmanagement
  3. Standardisierter Patientenschule und digital unterstütztem Patientenbrief
  4. Repetitivem semiautomatischem Symptommonitoring

Auch das bisherige Versorgungsmodell mit guten Therapieoptionen soll anhand digitaler Innovationen im ländlichen Raum gesichert werden. Der Einsatz innovativer Sensorik soll im Rahmen von PANOS erforscht und die postulierten versorgungsmedizinischen Effekte evaluiert werden.

Abbildung: Themen- und Arbeitsschwerpunkte im Projekt

Unsere Rolle im Projekt

Im Rahmen des Projektes ist HeLiCT für die Anforderungserhebung für die PANOS-Plattform und die Erstellung des initialen Product Backlogs zuständig. Auch die Umsetzung der Anforderungen wird kontinuierlich mit begleitet. Zu den Aufgaben gehören weiterhin die Erhebung, Konzeption und Modellierung des medizinischen Behandlungspfades und die Begleitung von dessen Integration in die digitale Plattform. Auch im Netzwerk- und Qualitätsmanagement bringt das HeLiCT-Team die existierende Expertise kontinuierlich mit ein.

 

Ansprechpartner: Dr. Lena Otto, Dr. Kai Gand

Weiterführende Informationen:

Projektvideo

News im Deutschen Ärzteblatt

Projektförderung: